06.09.2006

Chaos

Die letzten Wochen waren geprägt von purem Chaos. Noch mehr als sonst, und bei uns ist der Level ohnehin ziemlich hoch. Um nur ein paar Stichpunkte zu nennen: Bandscheibe kaputt, Handgelenk kaputt, Schuppenflechte (ganz neu auf dieser Baustelle!), Divertikulitis, Hirnhautentzündung. Die volle Breitseite. Dann noch zwei Leute notfallmäßig ins Krankenhaus gebracht (Schwiegermami in die Orthopädie, Angetrauten in die Augenklinik). In den Ferien drei Wochen lang toujour Gäste. Und jetzt ertrinke ich in aufgeschobener Arbeit.

Aber irgendwann, wenn das Chaos echt zu viel wird und alles immer surrealer wird, machts Klick im Kopf, und die absolute, stoische Ruhe kehrt ein. Wie bei einem Wirbelsturm -- nach außen tobt das Chaos, im Zentrum Stille, Ruhe, Aus. In dem Modus bin ich gerade. Was würde ich unter «normalen» Umständen jetzt hypern. Aber so bleibt mir eh nix anderes übrig, als kleine Brötchen zu backen und alles nach der Reihe anzupacken und abzuhaken. Und wenn ich die nächsten Wochen hinter mir habe, gönne ich mir eine Auszeit. Jawoll. Zwei Wochen Ferien. Punkt. Nur sporteln, stricken, lesen und verrückte Sachen mit meinem Sohn anstellen. Ich freu mich drauf.

Und wenn ich bis Samstag durchgehalten und zwei, äh drei Aufträge fertig habe, gibts mal wieder einen vernünftigen Eintrag mit Bildern. Denn stricktechnisch tat und tut sich halt doch immer wieder was …

25.07.2006

Meister bei der Arbeit

Mein Sohnemann ist gestern wohlbehalten bei den anderen Großeltern in Deutschlang gelandet. Und im Geschäft meines Bruders kam der absolute Hit: Staplerfahren!

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Schon cool, für so einen Jungen.

21.07.2006

Little Dee

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Ist der nicht großartig? Die Abenteuer von der kleinen Dee (für die der Geier gerade einen Pulli strickt) und ihren wilden Tierfreunden werden gezeichnet von Christopher Baldwin. Da gibts noch ein paar so strickige Episoden …

Mega-Kids

Wenn die Kids schon alle in den Ferien sind, muss ich sie wenigstens bildmässig vor mir haben. Schnief.
Hier vier mega-stolze Kids (alle aus unserer Straße), zum ersten Mal unterwegs mit ihren neuen Schultaschen (Schweizerdeutsch: Theks) zum Schnuppernachmittag in die Schule:

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Wie verwandelt kamen allesamt nach den Nachmittag bei ihrer zukünftigen Lehrerin wieder nach Hause und freuen sich seither tierisch auf die Schule!
Und hier noch ein Foto von zwei mega-coolen Jungs, das mir mein Bruderherz geschickt hat:
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Meine Neffen (vier und fünf Jahre alt) als Blues Brothers …

18.07.2006

Altlastenbeseitigung

Ferienbeginn, und mein Sohnemann hat sich zu den Großeltern nach Deutschland abgesetzt. Das heißt einerseits Arbeitsmarathon (die Zeit für ungestörtes Schaffen will genutzt sein!) und andererseits Aufräumkram. Im Zuge der Altlastenbeseitigung hab ich am Wochenende einige UFOs beseitigt, die schon seit längerem hier rumliegen.
So habe ich endlich einmal die Socken für mein Mamilein auf den Weg gebracht:

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Das Muster stammt aus dem Buch «Socken stricken -- Neue Ideen» von Lena Fuchs, das leider im Buchhandel nicht mehr erhältlich ist, aber netterweise noch in der Bibliothek in Wettingen steht. Normalerweise, denn momentan ist es immer noch in meinem Bücherregal. Ich kann mich nur schwer wieder davon trennen, weil wirklich tolle Sachen drin sind.
Hier noch das Schaftmuster im Detail:
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Mit ins Mama-Paket kam auch noch ein Schal aus einem «Leiterli»-Garn von Trio:
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Der war eigentlich auch schon längstens fertig, nur die Fäden waren noch zu vernähen ...

Ebenfalls Fäden vernähen war angesagt beim Birch für eine Freundin, und natürlich das leidige Spannen. Aber das habe ich auch noch hinter mich gebracht. Resultat:
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Dann habe ich noch ein Teil aus dem Strickkorb gezogen, das mittlerweile seit einem Jahr auf den vorderen Halsausschnitt und den Kragen wartete. Mit Nadeln Nr. 8 ging das eigentlich ganz fix. Und nun kann ich mich an einem mega-kratzigen Sommertop «erfreuen»:
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Dieses Bändchengarn von Lanartus hat nämlich mit eingewebte Lurexfransen. Beim Verstricken gabs kein Problem, aber beim ersten Anprobieren. Die Lurexteile kratzen wie verrückt. Aber der «Ausfallrate» nach zu urteilen, dürfte sich das Problem bald von selbst erledigen. Beim Stricken, Vernähen und Waschen lösten sich die Glitzerteilchen in Massen ab, was meinen schwarzen Bodenfliesen einen ganz neuen Touch verlieh ...

Und weil ich damit noch nicht genug hatte, kam ein Uralt-UFO aufs Tapet. Die Wolle dafür ziehe ich schon seit mindestens 15 Jahren mit mir rum (im Ernst!), und dabei ist sie schon einige Male verstrickt und wieder aufgeribbelt worden, weil immer und für jedes angefangene Projekt die Menge nicht ausreichte. Irgendwann hatte ich dann die Nase voll von Garn fressenden Mustern und strickte ein Sommertop glatt rechts frei Schnauze -- und verlor irgendwann bei einem Umzug den zweiten Ärmel, so kurz vor Ultimo. Letztes Jahr habe ich den dann wieder in irgendeiner Tüte gefunden. Und jetzt habe ich einfach alles zusammengenäht, die Ränder umhäkelt, und gut is.
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Knapp war das Garn halt auch diesmal. Wenn man ganz genau hinschaut, sieht man vielleicht, dass die Ärmelränder nur mit einer Reihe Krebsmaschen und nicht auch noch mit einer zusätzlichen Reihe fester Maschen wie beim Halsausschnitt und Bund verziert sind. Aber nochmal Auftrennen kam für mich einfach nicht in Frage.

Zu guter Letzt kamen auch noch die Partnersocken für meine Schwester und deren Freund zum Zug:
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Natürlich habe ich zwei Socken von jeder Farbsorte ;-)
Ich finde sie ganz hübsch geworden und bin recht begeistert von den bunten Streifen. Die machen echt süchtig -- acht unterschiedliche Farbstreifen, bevor sich was wiederholt.

Daneben habe ich noch zwei Buchprojekte fertiggestellt (eines davon auch so ein Langzeit-UFO ...). Am Sonntagabend war ich schliesslich mega-glücklich, weil ich das alles geschafft hatte. Mittlerweile sitze ich natürlich wieder an neuen Buch- und Strickprojekten, aber dazu ein andermal ...

11.07.2006

Zeichnen für Dummies

Gerade eben kamen die Belegexemplare von einem neuen Buch:

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Das habe ich vor kurzem übersetzt, und nun ist es auch im Buchhandel erhältlich. Ich freu mich tierisch, dass ich es frisch gedruckt in Händen halten kann.

Zu Hause im Zoo

Megastolz sind wir auf «unseren» Bach, der die Grenze von unserem Grundstück bildet. In unserem Garten tummeln sich die tollsten Viecher. So haben wir unter anderem einen Graureiher, der regelmässig vorbeischaut, unsere diebischen Elstern, eine Bande frecher Blaumeisen (die finden es ganz toll, mich durch das Wohnzimmerfenster zu beobachten; dafür sitzen sie auf dem Terrassentisch, und dem aufgeregten Gezwitscher nach zu urteilen, amüsieren sie sich dabei prächtig ...) sowie ein paar wunderbar schillernde Libellen. Und seit gestern wissen wir, dass da noch jemand wohnt:

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Krabbelt doch so ein Schalentier bei uns gemütlich durchs Gewässer. Wenn mich nicht alles täuscht, sollte das ein Flusskrebs sein, die es ja gar nicht mehr so massig bei uns gibt. Ich find's schön, dass er es sich bei uns gemütlich gemacht hat. Ob der Neuentdeckung waren natürlich alle aus dem Häuschen, die Kids waren mega-aufgeregt. Und eine talentierte Nachbarin knipste fleißig. Ich bin mal gespannt auf deren Bilder.

Krönung des Nachmittags war dann noch die kleine Forelle, die sich in meinem Kescher verfangen hatte. Wir haben sie nur fasziniert beobachtet und dann selbstverständlich wieder in die Freiheit entlassen. Wildnis im Reihenhausgarten -- cool.